Wir fordern die sofortige Freilassung von A!


Campaign Against 6.16 Crackdown at Shin-Okubo, Tokyo

■ Anstieg von Rassismus in Japan ■

Gerade erleben wir eine Serie von sehr ernst zu nehmenden Entwicklungen in Japan.   Es gab bereits mehrere Demonstrationen von Rassisten, zunehmend im Gebiet “Shin-Okubo” in Shinjuku, Tokio, ein Stadtteil, in dem Leute aus verschiedenen Ländern leben, u.a. Koreaner, die dort ein „Korean Town“ bilden.  Die rassistischen Demonstranten tragen Plakaten, auf denen  fremdenfeindliche Slogans stehen, wie: „Tötet alle Koreaner, gute wie schlechte!“  oder dergleichen.  Solche rassistischen Aggressionen können wir auf keinen Fall tolerieren.
Toru Hashimoto, Bürgermeister von Osaka und Parteichef der „Nippon Ishin no kai“(dt.  Gesellschaft zur Erneuerung Japans) wurde international heftig kritisiert wegen seiner Bemerkungen über die „Trostfrauen“, die Zwangsprostituierten des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg. (Er hatte gesagt, die Trostfrauen seien notwendig gewesen, es gebe außerdem keinen Beweis dafür, dass die japanischen Machthaber Frauen zur Prostitution gezwungen hätten).  Er bleibt trotz allem auf seinem Posten, statt zurückzutreten und sich für seine Bemerkungen zu entschuldigen.  
Wir verurteilen diese zunehmende Tendenz zur Verfälschung der japanischen Vergangenheit, in der Japaner asiatische Länder besetzten, und zur fremdenfeindlichen Gewalt. Wir wollen die universellen Werte wie Frieden und Gleichheit verfolgen und verwirklichen, und zwar durch die internationale Solidarität.

Wir wären sehr dankbar, wenn Sie unseren folgenden Appell durch Mails, etc. verbreiten würden, vielen Dank!

●Erklärung
Sofortige Freilassung von A●

Während unserer Gegendemonstration gegen eine Kundgebung der ultra-rassistischen Gruppe „Zai-toku-kai“ (eine Gesellschaft gegen in Japan lebende Ausländer) wurde unser Freund A am Sonntag, den 16. Juni 2013 zu Unrecht festgenommen.
Diese Rassisten demonstrierten an dem Tag laut mit hässlichen, fremdenfeindlichen Parolen wie „Tötet die Koreaner“ durch die Straßen von Shin-Okubo, ein Stadtteil, in dem viele Menschen leben, die ihre Wurzeln in der koreanischen Halbinsel haben.  Diese gewalttätigen und rassistischen Demonstranten sind vor allem in diesem Jahr sehr viel mehr geworden und wiederholen ihre Demos sehr häufig.  Das erregt bei vielen Menschen Abscheu gegen den Fremdenhass, und deswegen gab es auch an diesem Tag eine Gegendemonstration von Bürgern, die diese rassistische, fremdenfeindliche Agitation nicht dulden wollten.  Diese Gegendemonstranten versammelten sich auch in Shin-Okubo mit verschiedenen Plakaten in der Hand und protestierten.  Darunter war auch unser Freund A.  

Als die fremdenfeindliche Demo vor dem Bahnhof Shin-Okubo ankam, wo die Gegendemonstranten sich versammelt hatten,  fingen die Rassisten an, davon viele mit der japanischen Fahne, uns Teilnehmer der Gegendemonstration mit lauten Parolen zu provozieren und aufzureizen, so dass es zu kleineren Zwistigkeiten kam.  In diesem Durcheinander ist unser Freund A, der mit anderen Teilnehmern zusammen gegen die provokativen Rassisten protestierte, einfach von der Polizei festgenommen worden.

An diesem Tag wurden von unserer Seite insgesamt vier Teilnehmer festgenommen, davon wurden drei relativ bald entlassen.  Aber A ist immer noch ungerechterweise in Haft.  Wir fordern die sofortige Freilassung von A.

Die Medien beschreiben den Vorfall so, als wäre die Festnahme eine Folge der gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen der rassistischen Zaitoku-kai-Gruppe und den Gegendemonstranten.  Aber das ist eine sehr boshaft manipulierte Schematisierung.  Richtig ist, dass die Rassisten hasserfüllt mit widerlichen, agressiven Parolen die Gegendemonstranten provozierten, teilweise unter Gewaltanwendung.  Dagegen protestierten die Gegendemonstranten lediglich mit den Worten „keine Gewalt!“. 

In der heutigen Zeit, in der man sich in allen Richtungen „blockiert“ fühlt, verbreitet sich die fremdenfeindliche Stimmung leider rasch in der ganzen Gesellschaft.  Und sie wird sogar noch mehr aufgeheizt durch manche Politiker, die die japanische Vergangenheit des Invasionskrieges und der Kolonialherrschaft verleugnen oder verharmlosen, oder aber auch durch die Medien, die sich für „neutral“ halten.  Es ist außer Zweifel, dass die Entwicklung der Rassisten gerade in dieser Gesellschaft ihre Wurzeln hat.  Darüber hinaus müssen wir feststellen: Die Taktik der Polizei ist es, die dazu führte, dass die Rassisten sich derart breitmachen. Die Polizei macht sich die Gewalt der Rassisten zunutze, um in die gesellschaftlichen und politischen Bewegungen einzugreifen und durch pure Unterdrückung die Menschen zu spalten und sie schließlich zu isolieren.

Deshalb treten wir entschieden weiter gegen jeglichen Rassismus, jegliche Diskriminierung und jegliche Unterdrückung ein, um unsere gesellschaftlichen Zustände möglichst positiv zu verändern.

Sofortige Freilassung von A!

★ Senden Sie Ihre Zustimmung für diesen Appel an: antifa616q@aim.com , antifa616q@gmail.com
Ihre persönlichen Kommentare und Nachrichten sind ebenfalls willkommen. Ihre Kommentare und/oder Zustimmung werden in unserem Blog veröffentlicht. http://antifa616q.info-act.com Falls Sie die Veröffentlichung Ihres Namen nicht wünschen, schreiben Sie das bitte bei Ihren Kommentaren/der Zustimmung dazu.

★ Mehrere Rechtsanwälte bemühen sich gerade um Freilassung von A, aber es kostet leider sehr viel Geld. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie freundlicherweise dafür spenden könnten. Vielen Dank!

Kontakt adresse:
Campaign Against 6.16 Crackdown at Shin-Okubo, Tokyo
c/o Kyuen Renraku Center
Ishida Bldg. 5F
2-8-16, Shinbashi
Minato-ku, Tokyo 105-0004

Besuchen Sie unsere Website : http://antifa616q.info-act.com , http://antifa616q.tumblr.com


We would like to ask you to protest the Shinjuku Police Station in Tokyo for immediate release of Mr. A, who was arrested during protest against racists and is still under detention, and protest against the Japanese government inaction over the rise of racism.
Please email us once you have taken any actions against them.